Kurs Longevity · Evidenz-Übersicht
Was die Forschung zu Longevity zeigt
Zu jedem Thema des Kurses findest du hier Befunde aus Studien und von Behörden, jeweils mit Quelle. Du siehst, was gut belegt ist, was nur ein Hinweis ist und wo die Forschung an Grenzen stößt.
Von Andreas Lerch, Diplom-Sportwissenschaftler Univ., Technische Universität München · Stand der Quellenprüfung: 21.10.2026
Wo diese Übersicht endet: die Arzt-Grenze
Diese Übersicht vermittelt Wissen aus Studien und von Behörden und Fachgesellschaften. Sie ersetzt keine ärztliche Beratung, keine Diagnose und keine Therapie.
- Wenn du Beschwerden oder Vorerkrankungen hast, Medikamente nimmst, schwanger bist oder stillst: Sprich Änderungen bei Training, Ernährung, Fasten oder Nahrungsergänzung vorher mit deiner Ärztin oder deinem Arzt ab.
- Blutwerte, Tests und Bildgebung beurteilt deine Ärztin oder dein Arzt. Diese Übersicht nennt keine Referenzbereiche und deutet keine Werte.
- Ob du ein Präparat brauchst und wie viel, klärst du ärztlich oder in der Apotheke. Dosierungen nennt auch der Kurs bewusst nicht.
- Rapamycin, Metformin und andere hier genannte Medikamente sind verschreibungspflichtig: Ihre Anwendung ist ausschließlich ärztliche Entscheidung, kein Selbstversuch.
- Bei neuen oder ungeklärten Brustschmerzen, Atemnot, Ohnmacht oder unregelmäßigem Puls: Training abbrechen und sofort ärztlich abklären lassen.
- Bei anhaltender Freudlosigkeit, Hoffnungslosigkeit oder Anzeichen von Depression ist eine Ärztin, ein Arzt oder eine Psychotherapeutin oder ein Psychotherapeut der richtige nächste Schritt. In akuter Gefahr: Notruf 112.
89 Aussagen in 9 Themen
Themen
- 1Was beim Altern passiertKennzeichen des Alterns, Zellalterung, Nährstoff-Sensoren und Erblichkeit16 Aussagen
- 2Biologisches Alter messenEpigenetische Uhren, Fitness, Griffkraft, Gehtempo und Blutwerte11 Aussagen
- 3Ernährung, Kalorien und FastenKalorienreduktion, Essensfenster, mediterrane Kost, Eiweiß und Blue Zones11 Aussagen
- 4Training für LanglebigkeitBewegung, Ausdauer, Kraft, Balance und Stürze8 Aussagen
- 5Schlaf, Stress und BeziehungenSchlafdauer, Stress, soziale Bindung, Lebenssinn und Kälte9 Aussagen
- 6Nahrungsergänzung und WirkstoffeNMN, Resveratrol, Spermidin, Metformin, Vitamin D und Kreatin14 Aussagen
- 7Messen: was Tests aussagen könnenFitnessuhren und Ringe, Glukosesensoren, Bildgebung und Überdiagnose7 Aussagen
- 8Training und Gesundheit ab 50Muskelabbau, Gebrechlichkeit, Knochen und Begleiterkrankungen6 Aussagen
- 9Hype oder EvidenzWie du Studien, Zahlen und Versprechen einordnest7 Aussagen
So liest du diese Übersicht
Jede Aussage steht mit ihrer Einordnung und ihrer Quelle. Das Etikett zeigt, aus welcher Art von Studie oder Bewertung sie stammt. Eine einzelne Studie ist ein Hinweis; mehrere gut gemachte Studien, die in dieselbe Richtung zeigen, sind ein Beleg.
- Meta-Analyse
Fasst viele Studien zu einer Frage rechnerisch zusammen. Meist die belastbarste Form, aber nur so gut wie die Studien, die darin stecken.
- Randomisierte Studie
Die Teilnehmenden werden per Zufall auf Gruppen verteilt. So lässt sich am ehesten sagen, ob eine Maßnahme die Ursache eines Unterschieds ist.
- Laborstudie
Kleine, streng kontrollierte Untersuchung am Menschen. Gut, um Mechanismen zu verstehen; die Ergebnisse gelten zunächst nur für die untersuchte Gruppe.
- Studie ohne Vergleichsgruppe
Alle Teilnehmenden bekommen dieselbe Maßnahme, ohne Vergleichsgruppe. Zeigt, was sich verändert, aber nicht sicher, wodurch.
- Beobachtungsstudie
Beobachtet Menschen, ohne einzugreifen. Zeigt Zusammenhänge, aber keinen Beweis für Ursache und Wirkung.
- Übersichtsarbeit
Ordnet den Forschungsstand zu einem Thema ein. Erklärt Zusammenhänge, liefert aber selbst keine neuen Messdaten.
- Leitlinie oder Konsens
Fachleute bewerten die Studienlage gemeinsam und geben Empfehlungen.
- Behörde oder Fachgesellschaft
Amtliche oder fachliche Bewertung, zum Beispiel durch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) oder eine Fachgesellschaft der Radiologie.
- Tierversuch
Ergebnisse an Tieren. Ein Hinweis für die Forschung, lässt sich aber nicht direkt auf Menschen übertragen.
- Vorabveröffentlichung (nicht begutachtet)
Öffentlich zugänglich, aber noch nicht von unabhängigen Fachleuten begutachtet. Ein früher Hinweis, der sich noch ändern kann.